Frustration beim Hund

Ihr Lieben,

Genauso wie wir Menschen haben auch unsere Hunde mit Frust im Alltag zu kämpfen.

Aber wie macht sich Frustration beim Hund bemerkbar?

Dazu muss man zunächst genauer einen Blick auf die vier Instinkte des Hundes werfen.
Diese sind unterteilt in territorialem, sozialen, sexuellem und jagdlichen Instinkt. Diese vier Instinkte leiten Hunde in ihren Bedürfnissen und motivieren ihr Handeln.

Wenn der Hund nun ein innerliches Bedürfnis hat und er dieses nicht befriedigen kann, entsteht Frustration.

Ein einfaches Alltagsbeispiel: Ein territorial-motivierter Hund verbellt jeden Tag den Postboten am Gartenzaun. Aus seiner Sicht mit Erfolg, denn die Motivation des Hundes ist es, mit seinem Gebell den Eindringling aus seinem Territorium zu vertreiben. Da der Postbote ohnehin das Grundstück verlässt, verbucht der Hund seine erledigte Aufgabe als Erfolg. Nun kommt dieser komische Postbote aber tagtäglich aufs Neue in das Territorium des Hundes, das Gebell des Hundes steigert sich bedingt durch den beim Hund entstehenden Frust. Denn aus Hundesicht nimmt besagter Postbote die Warnungen / Drohungen des Hundes nicht ernst. Für den Hund bedeutet dies, dass er sein Gebell steigern, deutlicher werden muss, im Zweifel sogar Zähne einsetzen muss, um den Eindringling zu vergraulen und um seinen Frust loszuwerden. Rein biologisch ist es für den Hund in der freien Natur überlebenswichtig, Eindringlinge aus dem eigenen Territorium zu vertreiben.

Wenn man nun den psychoanalytischen Hintergrund betrachtet, ist Frustration die emotionale Folge einer verhinderten Triebreduktion.

Welche Ursachen kann Frustration beim Hund haben?

Die Gründe für Frust sind vielschichtig und viele, individuelle Faktoren spielen eine Rolle.
Fehlende Ruhe, Erziehungsdefizite oder eine falsche Auslastung können zu frustgesteuerten Verhaltensweisen führen.
Ein Hund, der z.B. nicht gelernt hat, sich selbst zu regulieren und abzuwarten, wird in für ihn langweiligen Situationen schneller in Frustaggression verfallen und z.B. Bellen, in die Leine beissen, am Halter hochspringen. Ebenfalls können Frustgefühle, die nicht bewältigt werden, in lethargisches Verhalten umschlagen.

Was muss der Mensch also im Alltag tun, um dem Hund zu helfen mit seinem Frust umgehen zu können?

Das Zauberwort heisst ‚Frustrationstoleranz‘. So bezeichnet man die individuelle Fähigkeit, Frustrationen zu ertragen, mit Rückschlägen fertig zu werden und in schwierigen Situationen nicht sofort aufzugeben.
Frustrationstoleranz kann erlernt werden, jedoch ist diese abhängig von konstitionellen Gegebenheiten.
Dazu gehören beim Hund Rasse, genetische Disposition, Alter, Erfahrungen und gesundheitlicher Zustand.

Wenn ein Hund eine hohe Frustrationstoleranz besitzt, fällt es ihm leichter, Dinge / Situationen auszuhalten und diese angemessen zu bewältigen. Er ist fähig, vorübergehende Wartezeiten oder Anstrengungen in Kauf zu nehmen, ohne z.B. impulsives Verhalten an den Tag zu legen.

Die Impulskontrolle spielt bei der Frustrationstoleranz eine große Rolle, denn nur wer seine Impulse kontrollieren kann, denkt nach BEVOR er handelt. Es werden Konsequenzen überdacht und man trifft anhand dieser Überlegungen eine bewusste Entscheidung.

Dem Menschen muss klar sein, dass das Frustrationsverhalten des Hundes nicht böswillig gezeigt wird. Der Hund hat es einfach noch nicht besser gelernt und benötigt eine sichere Anleitung durch seinen Halter. Daher sollte dieser den Gegenpol zum aufgeregten Hund bilden, selbst die Ruhe bewahren und vor allem nicht emotional auf das Verhalten des Hundes reagieren.

Training sollte in einem ruhigen, sicheren Umfeld anfangen, sodass der Hund eine faire Chance bekommt, zuzuhören und sich auf den Menschen zu konzentrieren.
Wichtig ist für diesen, die Bedürfnisse seines Hundes wahrzunehmen, ebenso das geistige und körperliche Wohlbefinden.

Kleine, gut aufgebaute Trainingsschritte sollen den Hund schnell zum Erfolg bringen, sodass dieser motiviert bei der Sache bleibt und einer Frustration entgegengewirkt werden kann.

Wir unterstützen Euch auch gerne bei diesem Thema 🙂

Eure Kirsten 🙂

Frustration beim Hund

Ihr Lieben,

Genauso wie wir Menschen haben auch unsere Hunde mit Frust im Alltag zu kämpfen.

Aber wie macht sich Frustration beim Hund bemerkbar?

Dazu muss man zunächst genauer einen Blick auf die vier Instinkte des Hundes werfen.
Diese sind unterteilt in territorialem, sozialen, sexuellem und jagdlichen Instinkt. Diese vier Instinkte leiten Hunde in ihren Bedürfnissen und motivieren ihr Handeln.

Wenn der Hund nun ein innerliches Bedürfnis hat und er dieses nicht befriedigen kann, entsteht Frustration.

Ein einfaches Alltagsbeispiel: Ein territorial-motivierter Hund verbellt jeden Tag den Postboten am Gartenzaun. Aus seiner Sicht mit Erfolg, denn die Motivation des Hundes ist es, mit seinem Gebell den Eindringling aus seinem Territorium zu vertreiben. Da der Postbote ohnehin das Grundstück verlässt, verbucht der Hund seine erledigte Aufgabe als Erfolg. Nun kommt dieser komische Postbote aber tagtäglich aufs Neue in das Territorium des Hundes, das Gebell des Hundes steigert sich bedingt durch den beim Hund entstehenden Frust. Denn aus Hundesicht nimmt besagter Postbote die Warnungen / Drohungen des Hundes nicht ernst. Für den Hund bedeutet dies, dass er sein Gebell steigern, deutlicher werden muss, im Zweifel sogar Zähne einsetzen muss, um den Eindringling zu vergraulen und um seinen Frust loszuwerden. Rein biologisch ist es für den Hund in der freien Natur überlebenswichtig, Eindringlinge aus dem eigenen Territorium zu vertreiben.

Wenn man nun den psychoanalytischen Hintergrund betrachtet, ist Frustration die emotionale Folge einer verhinderten Triebreduktion.

Welche Ursachen kann Frustration beim Hund haben?

Die Gründe für Frust sind vielschichtig und viele, individuelle Faktoren spielen eine Rolle.
Fehlende Ruhe, Erziehungsdefizite oder eine falsche Auslastung können zu frustgesteuerten Verhaltensweisen führen.
Ein Hund, der z.B. nicht gelernt hat, sich selbst zu regulieren und abzuwarten, wird in für ihn langweiligen Situationen schneller in Frustaggression verfallen und z.B. Bellen, in die Leine beissen, am Halter hochspringen. Ebenfalls können Frustgefühle, die nicht bewältigt werden, in lethargisches Verhalten umschlagen.

Was muss der Mensch also im Alltag tun, um dem Hund zu helfen mit seinem Frust umgehen zu können?

Das Zauberwort heisst ‚Frustrationstoleranz‘. So bezeichnet man die individuelle Fähigkeit, Frustrationen zu ertragen, mit Rückschlägen fertig zu werden und in schwierigen Situationen nicht sofort aufzugeben.
Frustrationstoleranz kann erlernt werden, jedoch ist diese abhängig von konstitionellen Gegebenheiten.
Dazu gehören beim Hund Rasse, genetische Disposition, Alter, Erfahrungen und gesundheitlicher Zustand.

Wenn ein Hund eine hohe Frustrationstoleranz besitzt, fällt es ihm leichter, Dinge / Situationen auszuhalten und diese angemessen zu bewältigen. Er ist fähig, vorübergehende Wartezeiten oder Anstrengungen in Kauf zu nehmen, ohne z.B. impulsives Verhalten an den Tag zu legen.

Die Impulskontrolle spielt bei der Frustrationstoleranz eine große Rolle, denn nur wer seine Impulse kontrollieren kann, denkt nach BEVOR er handelt. Es werden Konsequenzen überdacht und man trifft anhand dieser Überlegungen eine bewusste Entscheidung.

Dem Menschen muss klar sein, dass das Frustrationsverhalten des Hundes nicht böswillig gezeigt wird. Der Hund hat es einfach noch nicht besser gelernt und benötigt eine sichere Anleitung durch seinen Halter. Daher sollte dieser den Gegenpol zum aufgeregten Hund bilden, selbst die Ruhe bewahren und vor allem nicht emotional auf das Verhalten des Hundes reagieren.

Training sollte in einem ruhigen, sicheren Umfeld anfangen, sodass der Hund eine faire Chance bekommt, zuzuhören und sich auf den Menschen zu konzentrieren.
Wichtig ist für diesen, die Bedürfnisse seines Hundes wahrzunehmen, ebenso das geistige und körperliche Wohlbefinden.

Kleine, gut aufgebaute Trainingsschritte sollen den Hund schnell zum Erfolg bringen, sodass dieser motiviert bei der Sache bleibt und einer Frustration entgegengewirkt werden kann.

Wir unterstützen Euch auch gerne bei diesem Thema 🙂

Eure Kirsten 🙂